5 Tipps für Ihr Online Marketing

1) Schnelle Webseiten

Ein großes Problem, vor allem z.B. für Shop-Seiten oder Seiten mit vielen Extensions, ist die Schnelligkeit des Ladevorgangs der Seite. Sie denken sich vielleicht, dass dieser Tipp doch keinen besonderen Stellenwert hat. Verdeutlicht man sich jedoch die Auswirkungen einer langsamen Seite auf Ihr Nutzerverhalten, dann macht es durchaus Sinn Ihre Seite nach Schwachstellen zu durchforsten.

Google hat zum Beispiel in Jahr 2006 ein Experiment durchgeführt. Dabei wurden die Anzahl der dargestellten Suchergebnisse von 10 auf 30 erhöht. Auf Grund dessen verlängerte sich die Ladezeit lediglich um eine halbe Sekunde. Das Ergebnis war dramatisch, Traffic und Erlöse verringerten sich um ca. 20 Prozent.“ – uptrends.de*

Interessant ist laut uptrends.de, dass Nutzer eine Ladezeit von unter 2 Sekunden erwarten. Damit Sie einen Eindruck Ihrer Ladegeschwindigkeit erhalten, können Sie mit folgenden Tools Ihre Webseite überprüfen:

Ohne in technische Details zu gehen, sollten Sie darüber nachdenken Ihre Webseite zu optimieren oder von einem Experten überprüfen zu lassen. Denn: Wollen Sie Traffic- oder Umsatzverluste in Kauf nehmen, nur weil Ihre Seite langsam lädt?

*Den vollständigen Bericht von uptrends.de und technische Hinweise finden Sie hier.

2) Content

Lange Zeit wurde Suchmaschinenoptimierung oder die allgemeine Webseitenkonzeption so ausgerichtet, dass Content (also Bilder, Texte, Vidoes usw.) nur zweck- und zielorientiert willkürlich auf der Seite platziert wurde. Deshalb sind sogenannte „SEO-Texte“ mit vielen Keywords bekannt und finden teilweise immer noch großen Anklang.

Der Trend hat sich bei vielen Betreibern jedoch geändert. Zum Vorteil von Kunden sowie Nutzern. Es geht nicht mehr nur darum SEO-optimale Texte zu schreiben, sondern es werden echte Mehrwerte geschaffen. Der Content wirkt viel interessanter, nützlicher und eingängiger als früher. Natürlich sind SEO-Texte immer noch sinnvoll, sollten aber nicht in Sichtweite des Nutzers platziert werden. Dies können Sie bei Zalando auf der Startseite sehr gut erkennen. Hier sind Texte  in der unteren Bildschirmhälfte platziert.

Kurzum: Es geht darum, dass Sie mit Ihrem Content (egal ob Texte oder Bilder) echten/offensichtlichen Mehrwert schaffen. Genauer: Der Nutzer und Suchender möchte eine Antwort auf sein Problem im Internet finden. 

3) Kundenorientierung

Kundenorientierung ist ein wichtiger Bestandteil von modernen Weblösungen. Der Begriff ist sehr vielseitig, ich möchte mich daher auf ein paar wesentliche Eigenschaften beschränken.

Erfüllen Sie Ihre Kundenbedürfnisse durch klare Nutzerführung, übersichtliche Webseitenstrukturen und bieten Sie -wie bereits erwähnt- echten Mehrwert bzw. echte Lösungen an. Der Begriff „verkaufen“ sollte aus meiner Sicht in den Hintergrund geraten. „Kaufen Sie dieses oder jenes Produkt“ stößt, auf Grund der großen Reizüberflutung im Internet, eher auf Ablehnung in den meisten Fällen. Befriedigen Sie erst die Kundenbedürfnisse, dann können Sie Ihre Produkte verkaufen sowie vermarkten.

4) Geschäftsmodell digitalisieren

Ich beobachte immer mehr, dass Unternehmen die verschiedenen Kanäle im Internet suchen und bedienen wollen. Neue Webseiten werden aufgesetzt, ein Facebook-Kanal wird eröffnet und die Instagram-Planung steht auch schon in den Startlöchern. Wichtig ist aus meiner Sicht aber auch die Frage: Wie und warum will ich mein Geschäftsmodell in das Internet verlagern? Welche Ziele erhoffe ich mir? Stimmen die Marketingmaßnahmen mit meinen Zielen überein? Grob gesagt: Wie stark kann ich mein Geschäftsmodell digitalisieren?

Ein gutes Beispiel ist hierbei Fahrrad Rose aus Bocholt. Neben der großen Auswahl an Fahrrädern sowie Zubehörteilen im Online-Shop, bietet Rose (vor Ort mit dem „Biketown“) ein lokales Geschäft – Fahrräder werden also auch „berührbar/anfassbar“. Mein Eindruck ist, dass das Geschäftsmodell „Fahrräder-verkaufen“ geschickt digitalisiert wurde. Bedenkt man doch wie viele Fahrradhändler sowie Werkstätten es in Bocholt oder Münster gibt. Man kann seine eigenen Fahrräder konfigurieren, man erhält passende Broschüren, man hat Berührpunkte zu seinem Fahrrad. Sowohl digital (über den Shop) als auch vor Ort im Geschäft – und vor allem: die Prozesse sind strukturiert und durchdacht (Von der Bestellung bis zur Auslieferung).

Was ich Ihnen mitgeben möchte: Bedenken Sie nicht nur die Ideen und Ziele der Vermarktung über einen tollen Webauftritt, sondern stimmen Sie Ihr Geschäftsmodell mit dem Marketing, dem Vertrieb und dem CRM ab. Denn: Ein digitaler Eindruck (man ist „modern“ und „hip“) ist zwar schön, stellen die Kunden aber fest, dass der Service schlecht oder der gesamte Einkaufsprozess langsam ist, tritt Enttäuschung ein.

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Internetquelle: SoftSelect GmbH, http://www.softselect.de/images/Funktionsbereiche_CRM_v2.jpg, abgerufen am 10.06.2016

5) Marketingstrategie

Der Begriff Marketingstrategie klingt sehr theoretisch und fällt eher in Kontext von mittleren bis größeren Unternehmen. Dennoch kann eine Marketingstrategie auch für Sie sinnvoll sein, z.B. dann wenn Sie eine Arztpraxis oder einen Friseursalon haben. Hier könnte man meinen: „Es reicht doch, wenn die Öffnungszeiten zu erkennen und die Behandlungsmethoden erklärt sind.“

Klassisches Marketing (für KMU) tut sich sehr schwer Erfolge messbar zu machen, Kennzahlen zu entwickeln oder Auswirkungen von Maßnahmen offenzulegen. Früher (z.B. bei Zeitungsanzeigen) gab es z.B. den TKP „Tausend-Kontakt-Preis“, der in vielen Fällen eine große Reichweite bedeutete. Aber wie können Sie feststellen, ob Ihre Zeitungsanzeige erfolgreich war? Durch Rückmeldung auf die Anzeige? Was ist, wenn die Kundengruppen, die Sie ansprechen wollen, gar nicht an Zeitungsanzeigen interessiert sind? Was ist, wenn Ihre Zeitungsanzeige nur deshalb nicht zu mehr Anrufen führt, weil Sie schlechte Formulierungen gewählt haben?  Wie viele Menschen haben Ihre Zeitungsanzeige überhaupt wirklich gelesen? Viele Fragen, ein Problem: Messbarkeit/Nachvollziehbarkeit.

Online Marketing bietet viel mehr Möglichkeiten. Sie können verschiedene Kennzahlen definieren und nachvollziehen. Zum Beispiel können Sie als Arzt nachvollziehen, welche Seiten von Behandlungsmethoden oft geklickt werden oder wie sie überhaupt gefunden werden. Daraus können Sie dann Ihre Qualität der Kundenorientierung optimieren oder sich gegenüber Konkurrenten behaupten, sodass Sie schlussendlich mehr Patientenanrufe oder Terminabsprachen erreichen können.

Hier ist eine Marketingstrategie so wichtig. Definieren Sie den IST-Zustand: Welche Kennzahlen stehen mir zur Zeit bereit (NEBEN Traffic, Impressions, usw.)? Welche Kennzahlen könnten noch interessant sein? Danach definieren Sie den SOLL-Zustand: Was ist mein Ziel für die nächste Marketingmaßnahme? Welche Kennzahlen möchte ich erreichen und wie?

Es geht also darum, dass Sie einen groben Plan verfolgen, was Sie mit spezifischen Maßnahmen (z.B. Google Adwords) erreichen wollen. Dieser Plan soll dann über Kennzahlen konkretisiert werden. Finden Sie heraus, ob klassische Marketingmaßnahmen (z.B. Zeitungsanzeigen) besser funktionieren als Online Marketing Maßnahmen. Dafür müssen Sie klassisches Marketing mit Online Marketing harmonisieren und sich eine Strategie überlegen. Finden Sie heraus, was funktioniert und was nicht. Und vor allem: Decken Sie (Optimierungs-)Potentiale auf, machen Sie sich die Möglichkeiten bewusst, die sich Ihnen (vor allem durch Online Marketing) eröffnen.

Wenn ich Kunden berate, stelle ich in manchen Fällen eine grobe Strategie auf. Versuche relevante Kennzahlen zu definieren, um dann zu überlegen, welche Maßnahmen möglich und wie diese zu realisieren sind. Social Media könnte Ihnen mehr Erfolg versprechen als Suchmaschinenwerbung, vielleicht ist aber auch E-Mail-Marketing der Schlüssel zum Erfolg. Können Sie mir eine klare Strategie Ihres Marketings formulieren und wissen Sie, welche Kennzahlen für Ihr Geschäftsmodell relevant sind?

Gerne stehe ich Ihnen für ein erstes Beratungsgespräch zur Verfügung, um Ihnen einen ersten Eindruck zu vermitteln wie Sie Ihr Marketing optimieren können.

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